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‘90-Jahre-ÖSKB’

Ob Bowling – also Kegelscheiben oder -werfen auf 3, 5, 9 oder 10 Pin beliebiger Art 5.700 Jahre alt ist oder nur irgendwelche Grabbeigaben oder Funde so interpretiert werden, bleibt dahingestellt. Wissenschaftlich erforscht & dokumentiert ist es schon seit dem 19. Jhdt. und hier gibt es erstaunliches Wissen & Können von damals.
Wir diskutieren über die unterschiedlichsten Bälle, die man braucht – gut so, wenn sie mit zum Erfolg verhelfen. Stellen wir uns aber vor, dass man schon 1892 mit dem damaligen Material das Thema CURVE-Ball behandelte.
Spannend ist auch die alternative ZÄHLWEISE – man spielt 10 Frames und gewinnt z.B. 6:4 ungeachtet der Pinsumme. Hier ein paar kurze Auszüge aus einem Bowlingbuch – Spaldings Library Bowl von 1892. Weitere Auszüge bzw. größere Bilder siehe Facebook ÖSKB  https://www.facebook.com/profile.php?id=100063574961513
PS: Spaldings Library vor den Vorhang – sie umfasst eine Vielzahl spannender Bücher zu den unterschiedlichsten Sport-Themen.

Alle Leser:innen wissen zur Genüge, dass der 1. österreichische Bowlingverein am 1.1.1962 gegründet wurde. Karl BAUER war der Gründer, „bekam“ den Spielerpass mit der Nr. 1 und meldete den Verein am 2.1.1962 vereinspolizeilich an. In den ersten Monaten des Jahres gab es eine Menge Zulauf zum neuen Sport und so war bereits Ende Februar die 1. Meisterschaft fertig gespielt – bereits Mitte Februar ging es mit einer 2. Liga weiter. In dieser Gründerzeit erklärte Karl allen Spielwilligen, dass sie sich für das Mitspielen in einer der Ligen unbedingt und ausschließlich beim 1.ÖBC anzumelden hätten. So kam der damalige „Verein“ auf fast 200 Mitglieder, bevor dann Vernunft einkehrte und die erste Gründungswelle etliche eigenständige Vereine hervorbrachte.
Originellerweise spielte dieser 1.ÖBC eine Sommer-Vereinsmeisterschaft, von der zwar keine Ergebnisse überliefert sind – aber der Modus ist nett, denn die „unter“ Spielenden finanzierten die Siegesprämien. Leider ist der Text nicht vollständig und auch Ergebnisse sind nicht bekannt.
Spannend ist aber, dass Karl sich damals – in der Zeit der Röhrenradios und der ersten wenigen TV-Geräte – bereits an Infos aus der ganzen Welt wagte. Bahnenanlagen mit 116 Bahnen müssen damals sensationell gewesen sein und Infos über perfekte Spiele gab es mangels Internet auch nicht so leicht. Karl kamen sicher seine vielen – auch internationalen – Kontakte aus der Zeit im Messepalast zugute.