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Sport Austria fordert rasche Abfederung der explodierenden Teuerung

Niessl: „Diese Krise stellt die Coronakrise wirtschaftlich in den Schatten“

Eine aktuell inflationsbedingte Gesamtkostenbelastung von 545 Millionen Euro, dazu zu erwartende zusätzliche Energiekosten von 71 Millionen Euro und nach den Lohnrunden höhere Personalkosten zwischen 65,2 Millionen Euro und 131,5 Millionen Euro jährlich! Diese von Univ. Prof. Dr. Christian Helmenstein (SportsEconAustria) im Auftrag von Sport Austria erarbeiteten Beispiele beschreiben die Last, die der Sport im engeren Sinn (siehe unten) zu tragen hat und belegen: Insbesondere der organisierte Sport mit seinen 15.000 gemeinnützigen Vereinen steht in der Teuerungskrise mit dem Rücken zur Wand! Sportvereinen und Sportstättenbetreibern drohen „Teuerungs-Lockdowns“, weil es immer schwieriger wird, den Betrieb kostendeckend aufrecht zu erhalten.

Einen großen Anteil am drohenden Fiasko haben freilich die Energiekosten, die Sportanalagen mit Flutlicht, aber auch Schwimmbädern, Tennishallen, Eishallen oder Eislaufplätzen bald die rote Karte zeigen könnten. Die Conclusio von SportsEconAustria: „Im Ergebnis kann das Leistungsniveau des organisierten Sports in Österreich ohne eine zusätzliche öffentliche Unterstützung zur Abfederung der Inflationslasten nicht aufrechterhalten werden.“

Die Unterlagen inkl. Zahlen finden Sie hier

Niessl: „Energiepreisbremse und Erhöhung der Besondern Bundes-Sportförderung“
Sport Austria-Präsident Hans Niessl: „Die SportsEconAustria-Zahlen zeigen, dass die Situation dramatisch ist. Der organisierte Sport fordert deshalb die Bundesregierung auf, gegenzusteuern, indem sie eine Energiepreisbremse – auch für den gemeinnützigen Sport – einführt und, wie bereits signalisiert, die seit rund einem Jahrzehnt überfällige Erhöhung der Besonderen Bundes-Sportförderung (aktuell rund 80 Mio.) im Herbst tatsächlich in die Umsetzung bringt.“ Nachsatz des Sportpräsidenten: „Die Pandemie hat gezeigt, was passiert, wenn Österreichs Vereinssport, wenn Österreichs Sportstätten, stillstehen. Dann leidet die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung, dann wackeln Arbeitsplätze. Vergessen wir bitte nicht, dass rund 357.000 Jobs direkt und indirekt mit dem Sport zusammenhängen und Sport dem Gesundheitssystem rund 530 Millionen Euro jährlich erspart. Sport ist kein Selbstzweck, sondern Gesundheits- und Wirtschaftsmotor!“

Vereine dürfen praktisch keine Rücklagen bilden
Was Krisen im Sport verschärft: Im Gegensatz zu Unternehmen dürfen gemeinnützige Vereine keine Überschussrücklagen bilden, die über ein Mindestmaß hinausgehen. Ihre Ausgaben müssen daher weitestgehend ihren Einnahmen entsprechen. Dementsprechend stehen in Krisenphasen kaum Rücklagen zur Verfügung, um Schocks kurzfristig zu überbrücken. Es zeigt sich, dass vor allem der Sport im Kernbereich (siehe Definition unten) von den aktuellen Preissteigerungen betroffen ist. Insbesondere durch die Erhöhung der Energiekosten steigen die Ausgaben, gleichzeitig können die Einnahmen kurzfristig kaum erhöht werden. Denn Mitgliedschaften bei Sportvereinen sind preiselastisch, steigende Ausgaben können daher nur in geringem Maße weitergegeben werden. Am Beispiel Fußball: Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um 15 Prozent würde rund 50.000 (ca. 18 Prozent) Mitgliedschaften weniger bedeuten. Preissteigerungen führen aber zu einer erheblich sinkenden Nachfrage. In der Coronakrise hat Österreichs Vereinssport in der Spitze 550.000 Mitglieder verloren, die man nun – auch mit dem Sportbonus des Sportministeriums – wieder versucht, zurückzugewinnen. Jetzt droht erneut ein Rückgang…

Öffentliche Hand nimmt durch Sport bis zu 202 Millionen Euro mehr ein
Und dies alles vor dem Hintergrund, dass die öffentliche Hand, wie weitere Zahlen von SportsEconAustria belegen, schon jetzt inflationsbedingte Mehreinnahmen aus dem Sport im engeren Sinn in Höhe von 106,2 Mio. Euro jährlich lukriert. Dazu werden noch weitere Einnahmen im Jahr 2023 aus den weiter gestiegenen Energie- und Arbeitskosten kommen, sodass sich die inflationsbedingten Mehreinnahmen der öffentlichen Hand aus dem Sport im engeren Sinne auf insgesamt 202,0 Mio. Euro belaufen wird. Niessl: „So gesehen, würde sich Österreichs Sport sein Hilfspaket selbst bezahlen. Wie auch immer: Die Unterstützung muss rasch geschehen. Die Teuerungskrise droht die Coronakrise wirtschaftlich in den Schatten zu stellen. Das sage nicht nur ich als Vertreter des österreichischen Sports, das sehen auch Vertreter von Arbeiterkammer, des ÖGB, der Industriellenvereinigung bis zur Hoteliersvereinigung ganz ähnlich. Auf uns rollt eine Teuerungslawine zu, die Wohlstand vernichtet. Wir müssen sie zumindest abfedern. Und dazu benötigen wir im Sport neben der raschen Anhebung der Besonderen Bundes-Sportförderung auch die Energiepreisbremse, bei der 80% des Preises wie vor einem Jahr und 20% nach den aktuellen Preisen verrechnet werden sollen. Wenn der Markt nicht mehr funktioniert, muss der Staat lenkend eingreifen. Tut er es nicht, brechen Strukturen zusammen. Natürlich auch im Sport.“

Sport Austria-Vizepräsident Breitensport Peter McDonald:
„Im Breitensport werden die Kosten für viele nicht zu stemmen sein. Ein durchschnittlicher Tennisverein mit drei bis vier Plätzen, Flutlicht und Vereinshaus hat kommendes Jahr bei den aktuellen Preisen Mehrkosten von rund 1.700 Euro allein für den Stromverbrauch zu erwarten. Für kleinere Vereine viel Geld. Es darf nicht sein, dass die Kosten an die Mitglieder weitergegeben werden oder die Plätze ganz zusperren müssen. Um das zu verhindern, braucht es einen Teuerungsausgleich für Strom, Gas, Öl und Pellets. Antragsberechtigt soll jeder Sportverein sein, wenn er, orientiert am Verbraucherpreisindex, künftig zumindest 5 Prozent höhere Kosten als 2021 hat. Dann sollen bei eigenen Sportstätten 80 Prozent der Teuerung und bei gemieteten Sportstätten 90 Prozent der Teuerung durch den Fonds abgefangen werden. Die nötigen Fördergelder würden rund 40 Millionen Euro betragen. Außerdem müssen, können und wollen die Vereine auch selbst Energie sparen. Der Empfehlungskatalog der SPORTUNION hilft dabei.“

Sport Austria-Vizepräsident Spitzensport Michael Eschlböck:
„Viele unserer Spitzenathlet:innen, Welt- und Europameister:innen sind Amateure, gehen einem Beruf nach und spüren folglich wie wir alle die Inflation und Energiekosten-Explosion. Nun droht, dass Trainings wesentlich teurer werden, nicht mehr unter optimalen Bedingungen stattfinden können oder sogar ausfallen. Im Spitzensport kann man bespielsweise nicht einfach die Temperatur reduzieren und so Kosten einsparen, will man weiter Top-Leistungen erbringen. Wir legen der Bundesregierung klar dar, dass die Inflationsmehrbelastung für den Sport rund eine Milliarde beträgt. Der Staat profitiert davon mit über 200 Millionen Mehreinnahmen aus Steuern und Abgaben. Auf diese Summe zu verzichten, wäre gegenüber dem Sport nur fair.“

Definitionen:
Sport-Kern: Dienstleistungen des Sports, Betrieb von Sportanlagen, Dienstleistungen der Sportvereine, Fitnesszentren, sonstige Dienstleistungen im Sport (z.B. Tätigkeit von Sportligen und von Schiedsrichter:innen)
Sport im engeren Sinn (enge Definition) Kerndefinition plus alle zur Ausübung des Sports notwendigen Vorleistungen (z.B. Sportgeräte)
Sport im weiteren Sinn (weite Definition) Enge Definition plus alle Aktivitäten, die den Sport als Vorleistung benötigen (z.B. Sportmedien)

Zum Thema Coaches wurde bereits die Info-14 online gestellt. Das komplette Team, das seitens ÖSKB national & international zum Einsatz kommt, muss diese Schulungseinheit absolvieren. Ergänzend wäre direkt im Anschluss ein zusätzlicher Kurs möglich – siehe dazu  ÖSKB-Info_B15_EBF_Level_allgemein_2023
Wenn bei ausreichendem Interesse der Kurs zustande kommt, so ist dieser auch günstiger, als wenn zu einem gesonderten Termin eine komplette An/Abreise des Schulenden nötig wäre.

Der ÖSKB hat, wie bereits informiert, neue Trainerverträge erstellt, 4 AssistenzCoaches kommen dazu. Auf alle diese Personen kommen auch Herausforderungen zu, die mit einigem Zeitaufwand & viel Engagement verbunden sind. Vor allem die (coronabedingt 2 x verschobenen) EYC2023 als Heimbewerb erfordern einen Neuaufbau des Teams. Natürlich sind altersmäßig einige bisherige Kandidat:Innen dabei – aber mindestens das halbe Jugend-Team wird neu gefunden werden müssen. Die Info B14  ÖSKB-Info_B14_Trainerstab_ab_Sept.2022  gibt einen Überblick – auch über die vorgesehenen und zu schulenden Assistenz-Coaches.
Auch die – nach Neuwahlen der IBF 2023 – vorgesehenen Änderungen der WM/EM dürften aus heutiger Sicht spätestens ab 2024 geänderte Welt-/Europameisterschaften bringen.

Wie weitreichend bekannt, nehmen die Staatsmeister:innen alljährlich am ECC teil, das ist der European Champions-Cup. In diesem Bewerb ist das kleine Österreich recht erfolgreich – denn je größer das Team, desto mehr sind auch die großen Nationen (vor allem Schweden) im Vorteil. 5 Medaillen im ECC gab es bisher aber nur für Thomas GROSS. Am 24.10. ist es so weit – mit 2 Autos fährt eine 5-köpfige Delegation nach Olmütz. Für Österreich am Start sind Ivonne GROSS sowie (leicht überraschend, aber verdient!) Paul VALLA IV. 2021 war Tamara am Start und kämpfte sich in steigender Form bis vor die Finalrunde, Alexander RAUSCHER hatte im Mittelmeer schwer zu kämpfen. Diesmal ist Alex anstelle des leider verhinderten Thomas GROSS als Coach dabei. Auf diesem Weg macht einer der 4 vorgesehenen Assistenz-Coaches keine 2 Monate nach Dienstantritt bereits seine diesbezüglich 1. internationale Erfahrung. Mögen alle 3 erfolgreich sein!

Abgesehen vom ECC sind dann nach dem ECC bist zu den EYC2023 ohnehin viele Kids, Coaches & Eltern gefordert. Die EYC bedeuten sowohl Hirnschmalz & Arbeit für ALLE Coaches, aber auch für die wenigen LV, die passende Jugendliche fürs Team haben. Leider sind coronabedingt die für 2021 vorgesehenen und dann auf 2022 verschobenen EYC auch heuer nicht beschickbar gewesen – mitten in der Schulzeit… Mit der Austragung 2023 fehlen uns aber altersbedingt nicht nur die Stranner-Drillinge, sondern vor allem auch Felix Eberhard und einige andere Burschen. Ein neues Jugend-Team ist aufzubauen – und das in Zeiten, wo viele LV mit der Jugendarbeit (vor allem im passenden Alter) zu kämpfen haben.

15.2.2022:    ESC – wie für internationale Bewerbe (EWC/EMC, ECC, ESC, WJC etc. seit langem üblich, sind deren Termine für nationale Meisterschaften gesperrt – diese Sperre gibt es natürlich auch für die ESC v. 27.1.-5.2.2023. Erfreulicherweise gibt es bei den Herren bereits 6 Meldungen! Dadurch wird auch zeitnah eine Qualifikation notwendig. Nach Ablauf der Nennfrist wird das Nötige geplant.

12.9.2022:   ESC – die Senior:Innen-EM, die im Herbst 2019 erfunden und im Jänner 2020 erstmals überhaupt gespielt wurde. Österreich hatte nicht nur eine erfolgreiche Durchführung, sondern mit Fredi PANZENBÖCK auch einen erfolgreichen Medaillengewinner!
ÖSKB-Info_B13_ESC2023_Teilnahme_20220909
Bedingt durch Corona musste die 2. ESC von 2021 auf 2022 verschoben werden. 3 österr. Herren haben bereits ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. In der Info findet ihr die geplante Vorgangsweise – leider ist die Teilnahme nicht wie 2020 daheim gratis, sondern wie auch bei den ESBC selbst zu bezahlen. Der ÖSKB übernimmt aber für die max. 8 Teilnehmer:innen (4 Da. & 4 He.) zumindest € 150 vom Nenngeld und 2 kostengünstige Trainingseinheiten in der PLUS  –  geplant sind Samstage parallel zu WienXtra. Angemeldet haben sich bereits 3 Herren, weitere Interessierte D&H melden sich bitte gemäß Info zeitgerecht beim Sportdirektor!